"Joshi" - Unglaublicher Fall von Tierquälerei in Zuzenhausen!






Gefangen im eigenen Fell und von Maden gepeinigt - Täter gefasst!

Der / Die mutmaßliche(n) TÄTER:


Familie Bienert,
Leiergasse 9,
74939 Zuzenhausen
Tel. 06226 78 61 57


Fall "Joshi" kommt nicht vor Gericht!

RNZ

Zuzenhausen. (kel) Die Halterfamilie des elend zugrunde gegangenen ungarischen Hirtenhundes "Joshi" kommt offenbar glimpflich davon. Für vier Familienangehörige habe es Geldbußen gegeben, erklärte die Staatsanwaltschaft Heidelberg auf Anfrage. Ein Gerichtsverfahren wird es somit aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben. Dafür müssten die Angeschuldigten Widerspruch gegen den Strafbefehl einlegen.

Die vom Amtsgericht Sinsheim verhängte Geldstrafe sei "empfindlich" gewesen, so Oberstaatsanwältin Kerstin Anderson. Sie wollte aus Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz keine genaueren Beträge nennen, deutete aber an, dass die Strafen sehr unterschiedlich ausgefallen seien und sich durchweg im vierstelligen Euro-Bereich bewegten. Für die Familie, die neben dem Hund noch etliche Katzen im Haus hatte, gilt außerdem weiter ein Tierhalteverbot.

Bei ihrem Strafbefehl berief sich die Justizbehörde auf Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, der für Tierquälerei Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren vorsieht. Ein derart hohes Strafmaß wird praktisch aber nicht ausgeschöpft. Die Beschuldigten ließen, so der Vorwurf, dem von ihnen gehaltenen Hund nicht die erforderliche Pflege und tierärztliche Behandlung zukommen, so dass das Tier zusehends verwahrloste und länger andauernde Schmerzen erdulden und schließlich eingeschläfert werden musste.

Der Hund, der ursprünglich "Pit" hieß und unter dem vom Sinsheimer Tierheim verwendeten Namen "Joshi" traurige Berühmtheit erlangte, war Ende April in Zuzenhausen auf der Straße gefunden worden: mit offenen Wunden, in denen Maden hausten, mit gebrochenem Schwanz und derart langem und verfilztem Fell, dass ihm das Laufen unmöglich geworden war. Das Tierschicksal hatte viele Menschen erschüttert. Zu einem Schweigemarsch und einer Mahnwache waren im Juni rund 550 Teilnehmer gekommen. Eine eigens für "Joshi" gegründete Internet-Gruppe zählt heute immer noch über 28 000 Mitglieder und organisiert einen Informationsaustausch über Tierquälereien in ganz Deutschland.

Mehr über den Fall in der RNZ Sinsheim am Samstag.


Kommentar:
Man kann über das Urteil geteilter Meinung sein und angesichts dessen, was der Hund durchmachen mußte, wäre unserer Meinung nach auch eine Gefängnisstrafe für den Haupttäter angemessen gewesen.

Auf der anderen Seite, wenn die Geldstrafen in der von der Staatsanwältin angedeuteten Höhe liegen, dann gelten die Angeschuldigten als vorbestraft, was hoffentlich bei diesen Leuten einen gewissen Denkprozeß in Gang setzt. Das fortgesetzte Tierhaltungsverbot ist auf jeden Fall zu begrüßen, denn wer ein Tier derart 'vergammeln' läßt, sollte nie wieder Tiere halten.


Christoph Bloomberg
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( Quelle: Baker Offshore )